Dabei sind Winterbiere keine eigenständige Sorte, sondern können von Schwarzbier über Doppelbock bis hin zu Porter und Quadrupel reichen. Hauptsache, sie schmecken besonders kräftig. Das Reinheitsgebot ist ausgesetzt. Während die Briten gerne Ingwer in Winterbiere mischen, finden sich speziell in Belgien und natürlich bei Craftbier-Brauern rund um den Globus auch Chili oder Vanille und Zimt und viele andere weihnachtlichen Gewürzmischungen als Brauzutat.

Was die allermeisten Winterbiere gemeinsam haben: Sie sind eher malz- anstatt hopfenbetont. Für sie verwenden die Braukünstler Spezialmalze und maischen oftmals sogar zwei- oder dreimal ein.
Winterbiere sind besonders alkoholhaltig. Und nahrhaft. Eine große Rolle spielten sie daher in den Fastenzeiten früherer Jahrhunderte und haben in Europa, wie so vieles, ihren Ursprung in den Klöstern.

Eine goldene Regel zum richtigen Umgang mit Winterbieren lautet: Nie zu kalt trinken! Die liebevoll arrangierten Aromen entfalten sich erst außerhalb des Kühlschranks.